Allgemein · Gedanken und Geschichten

Tolerant !? 2.0

Ich liebe meine Mädels so sehr! Und bin so stolz auf sie!

Diese kleinen großartigen Persönlichkeiten bereichern mein Leben so unfassbar!

Manchmal lassen sie mich verzweifeln, aber sie bringen mich auch zum Staunen, zum Lachen und erfüllen mein Herz mit Freude!

Wahrscheinlich geht es den meisten Müttern so…

Und das ist doch wunderbar!… und genauso individuell wie wir sind, sind es auch unsere Kinder, ob erst ein paar Monate alt oder schon ein Kleinkind!

Mich fasziniert es jeden Tag zu sehen, wie sich Mia entwickelt… wie sie Dinge von uns übernimmt, weiter entwickelt und sich eigene Verhaltsweisen bilden!

Seit letzter Woche fährt sie ja nun auch Fahrrad… am Laufradfahren hatte sie nie sonderlich viel Freude oder Ausdauer… aber auf dem Fahrrad ist sie gern unterwegs und am Liebsten den ganzen Tag!

Sie ist so stolz, zeigt jedem ihr neues Fahrrad und wie sie darauf fahren kann… da gibt es nur einen Haken!

Sie fährt mit Stützrädern… aber nein, warum Haken!?

Generationen von Kindern, auch ich, haben das Fahrradfahren so gelernt… und es hat ja auch funktioniert!

Vielleicht brauchen einige Kinder keine, weil sie vielleicht vorher viel Laufrad gefahren sind, oder einfach einen besonderes „Talent“ dazu haben und das ist toll!

Mein Kind fährt mit Stützrädern und erstens ist ihr das völlig egal und zum zweiten mir auch!!! …denn sie fährt Fahrrad voller Leidenschaft und Stolz!

Warum maßen sich also völlig fremde Menschen an, zu mir mitleidig „oh… fährt sie noch mit Stützrädern!?“ zu sagen oder „Ach sie fährt ja mit Stützrädern! ?… die würde ich ja mal schnell abmachen, dann lernt die es besser!…Mein Sohn fährt ja schon seit er … ist ohne Stützräder….“

Ich antworte meistens „…das ist ja toll..“ und das meine ich so!

Aber ich werde damit auch in eine Position gedrängt in der ich mich rechtfertigen muss!

Ich möchte mich aber gar nicht rechtfertigen, denn es gibt absolut keinen Grund!

Warum müssen Menschen immer so negativ sein… sagt doch einfach… „oh toll sie fährt jetzt auch Fahrrad“ und freut Euch mit uns, so wie ich mich mit Euch über die Entwicklung Eures Kindes freue!

Diese negative Einstellung mancher Eltern und besonders Mütter ist wirklich nicht schön… wenn sie mein Kind „schlechter“ darstellen, damit ihr Kind positiver erscheint! Da wird sich manchmal nicht das Schwarze unterm Fingernagel gegönnt!

Neulich bekamen wir Besuch von einem Freund und als Mia stolz ihr „neues“ Holzhaus präsentiert, kam als Reaktion…“Oh das ist ja sehr klein, kannst Du da überhaupt drin spielen!? Da passt Du ja gar nicht rein, oder!? Ich dachte schon ihr hättet jetzt Meerschweinchen.“

Warum macht man so etwas!?

Kinder unter sich würden solche Dinge niemals thematisieren, da sie viel empathischer sind, als die meisten Erwachsenen! Und Kinder sind tolerant, Du kannst nicht so gut Fussballspielen oder magst es nicht, dann spielen wir ‚was anderes… so einfach ohne Diskussionen oder verbalen Nachtreten!

Lasst uns doch bitte einfach mal versuchen netter zu einander zu sein!

Ein Nachbar hat ein neues Auto…“ Wow toll“ … die Freunde fahren zum dritten mal das Jahr in den Urlaub “ Genießt es und erholt Euch gut“… das Baby läuft schon „Herzlichen Glückwunsch“… die ersten Schultage laufen super und sie kann schon die ersten Worte lesen „weiter so“ !
Lasst uns die Freude an Dingen, Erfolgen und an unseren Kindern einfach miteinander teilen… und nicht Dinge schlechtreden!

Das ist total anstrengend und vor allem unnötig, denn jeder Mensch (egal wie klein) ist anders und das ist ganz wundervoll!

4 Kommentare zu „Tolerant !? 2.0

  1. Ja genau so ist es . Warum in Wettstreit treten.
    Ich erinnere mich als Mia im Kinderwagen nach einem Spielzeug zu greifen versuchte und an der Kasse bei Rossman eine Dame sagte: wie alt ist sie denn, kann sie noch nicht sitzen. Mein Junge konnter in dem Alter schon sitzen.
    Ich darauf meine Tochter konnte erst mit 1 1/2 krabbeln und erst einiges später laufen, aber sie hat Abitur gemacht, ihr Sohn auch.
    Ja so sind die Menschen. Einfach ignorieren.

    Oma Geli

    Gefällt 1 Person

  2. Das Problem liegt darin, das ist meine Beobachtung, dass sich die Leute um jeden Preis mitteilen müssen und oft nicht wissen was sie sagen sollen. So kommt dann entweder ein blöder Kommentar oder eine „Wettbewerbsaussage“ wie „Mein Kind kann das besser“ ect.
    Ganz schlimm, aber wir lernen das so … ich hab schon viiiiele komische Blicke geerntet, da ich manchmal leider meinen Mund nicht halten kann und auf diverse Kommentare entsprechende Antworten gebe. 🙈

    Gefällt 1 Person

  3. Ich gebe zu, dass ich im ersten Moment auch gestutzt habe (hatte das glaube ich auf Instagram gesehen), dass ihr Stützräder gekauft hattet. Mir dann aber gedacht, sie wird schon ihre Gründe haben. Und dabei ist ja vollkommen egal, welche Gründe das sind, ob man diese Mitteilt oder nicht und ob sie für Andere nachvollziehbar sind oder eben nicht.

    „Diese negative Einstellung mancher Eltern und besonders Mütter ist wirklich nicht schön… wenn sie mein Kind „schlechter“ darstellen, damit ihr Kind positiver erscheint! Da wird sich manchmal nicht das Schwarze unterm Fingernagel gegönnt!“

    Das fällt mir auch immer wieder auf und macht mich traurig. In der Ausbildung der Erzieher wird so viel Wert darauf gelegt, dass Kind als Individuum zu betrachten, seine Stärken zu erkennen und diese zu fördern und dann gibt es Erwachsenen (oft wild fremde Personen), die es schaffen, ein Kind mit nur einem Satz vollkommen bloß zu stellen und zu diskriminieren. Es wird nicht geschaut was das Kind gut macht, was es kann, was es IST, wichtig scheint nur zu sein, was es nicht kann, was NICHT ist.
    Menschen passen nicht in Schubladen und Kinder schon mal gar nicht.

    Ich könnte hier jetzt ganz weit ausholen und würde mich vermutlich nur aufregen :-/ denn dass wild fremde Leute das Aussehen meiner Kinder kommentieren, erlebe ich fast täglich, denn (Achtung jetzt wird es gaaanz schlimm und ich bin eine ganz böse Rabenmutter) ich habe drei JUNGS und die tragen doch tatsächlich nicht nur blaue Hosen, sondern alle Farben des Regenbogens, haben Röcke und Kleider und lieben ihre langen Haare…

    Und um wieder zum Anfang zu kommen, sie sind (Achtung Klischee:) wie es sich für ordentliche Jungs (ironie off) schon früh und viel Laufrad gefahren. Und deshalb hatte der sonst eher vorsichtige und gerne auch mal eher ängstliche Große keine Probleme, dass Laufrad gegen ein Fahrrad zu tauschen… Aber er ist eben auch einfach gerne mit den Laufrad los geflitzt und war zum teil so schnell, dass ich mit dem Rad nebenher fahren konnte. Hätte er daran kein Interesse gehabt, wer weiß, wie es dann geworden wäre…

    Wir sollten uns alle mal hinsetzen und ein Liste machen, was unsere Kinder gut können und vor allem, worauf sie selbst am meisten Stolz sind.

    Und in diesem Sinne wünsche ich deiner Tochter ganz viel Spaß auf ihrem neuen Fahrrad und immer den Wind im Rücken 😉

    Liebe Grüße,
    Katharina

    Gefällt 1 Person

  4. Ich würde raten, die Ohren auf Durchzug zu stellen. In der Schule wird es noch schlimmer, dann fangen auch die Kinder an, sich gegenseitig abzuwerten. Die Eltern steigern sich dann noch, dann kommen auch die Väter aus der Deckung, die sind nämlich nicht besser als Mütter. Ich versuche, mich dann innerlich zurückzulehnen und rauszunehmen. Denn im Grunde haben diese Sticheleien, Lästerattacken usw. nichts mit dem eigenen Kind zu tun, sondern mit der (Abstiegs-) Angst und den Ansprüchen der anderen Eltern. Mir tun deren Kinder leid, die ziemlich unter Druck stehen dürften und gut funktionieren müssen. Fragt sich ja nur, wie lange das gut geht, denn die Pubertät kommt bestimmt…. Ich habe andere Erziehungsziele. Meine Kinder müssen nicht um jeden Preis funktionieren und alle Erwartungen von mir und anderen erfüllen. Sie sollen sich in ihrer Person festigen, ihren „Mittelpunkt“ finden und glückliche, unbeschwerte Kinder sein. Jeder Mensch hat sein eigenes Tempo und eigene Stärken/Schwächen. Das ist schön. Ich bin überzeugt, dass wir auch Menschen brauchen, die mal quer und anders denken können und den Mut haben, das zu leben. Wenn meine Kinder das sein wollen, dann sollen sie es sein können.
    Also, nicht verzweifeln und ärgern, das kostet zuviel wichtige Energie!
    Liebe Grüße, Ulrike

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s