​Weniger ist mehr, zwischen Instagram und Online Shopping, was macht Kinder glücklich

Was kauft man nicht alles, für die Kinder!?
Ob Schuhe, Kleidung, Spielzeug oder Deko für das Kinderzimmer, alles wird heutzutage zu einer Art Statussymbol. Und gerade Plattformen wie Instagram schüren das „Haben-Wollen“ -Gefühl. Man sieht etwas, findet es toll und schwupp di wupp ist man per Link auf der Website, gleich mit PayPal bezahlt und fertig.

Da wird man schnell maßlos! Auch ich bin schon in diese „Falle“ getappt.

Aber wie häufig kaufen wir etwas wirklich nur für unsere Kinder!? Kaufen wir nicht auch oft Sachen für uns, für unser Ego, für Likes und Klicks!? Weil es limitiert ist und hip ist!?

Ich habe mir angewöhnt eine Nacht drüber zu schlafen und wenn ich es am nächsten Tag noch genauso toll finde, oder meine, dass  es einem meiner Mädels gefallen könnte, dann kaufe ich es! Und nur dann!

In den letzten Wochen konnte ich folgendes bei meinen Töchtern beobachten, wir bekamen ein riesiges Paket mit Spielzeug und dieser Karton, in dem alles verschickt wurde, war so beliebt bei Mia und Marlene, dass er wochenlang bei uns im Wohnzimmer stand! Er wurde innen und außen bemalt. Er war Auto, Rakete, Bauhaus, Schiff, Schreibtisch, Kuschelhöhle, Pferdestall, Kinderküche und noch vieles mehr! Er wurde gedreht und gewendet und bekam so jeden Tag wieder neues Leben eingehaucht!

Tagsüber wurde gespielt, abends  in ihm mit einer Decke das Abendprogramm im Fernsehen geschaut und die Mädels waren glücklich mit ihrem Karton.

Auch im Urlaub brauchten die beiden gar nicht viel zum glücklich sein. So beoachtete ich Marlene eines abends, wie sie auf dem Balkon saß und die vom Strand mitgenommenen Steine und Muscheln sortierte. Sie wurden akribisch über den kompletten Balkon verteilt und Lenchen war selig und völlig im Spielfluss.

Am Strand verhielten sich beide Mädels ähnlich. Mia galoppierte wiehernd durch die Wellen. Runde um Runde hatte sie Spaß… anschließend tanzte sie durch die Fluten und sang aus voller Seele. So ging es jeden Tag und Lenchen saß am Strand und klatschte in jede Welle, die ihr entgegenkam, lachte dabei lauthals und legte sich anschliessend komplett in den Sandmatsch und fing an zu buddeln.

So sah unser Glück am Strand aus!

Wieder zu Hause angekommen, konnten wir Dank dem schönen Wetter ganz viel Zeit im Garten verbringen! Schaukeln, Schneckenhäuser sammeln und im Sandkasten budeln, zwischendurch ein paar Käfer beobachten und ein leckeres Eis, der perfekte Tag.

Was in vielen Dingen gilt, gilt eben auch bei Kindern. Genauer gesagt beim Spielen, denn weniger ist mehr!

Natürlich haben unsere Mädels auch viel Spielzeug, aber ich habe mir inzwischen angewöhnt, sehr regelmäßig auszusortieren, denn wenn man so viel hat, dass man sich gar nicht entscheiden kann, womit man spielt, dann läuft doch auch ‚ was falsch! Und so beobachte ich genau, was bespielt wird und was in den Regalen verstaubt.
Oft sitzen die beiden Mädels auch in ihren Zimmern und malen und ich lasse sie dann einfach auch mal für sich und das tut Ihnen gut! Mia malt und bastelt, denkt sich Dinge aus, die sie ausschneidet, bemalt und beklebt.

Lenchen „malt“ auch auf ihre Weise, schaut sich Bücher an oder spielt mit ihren Tierfiguren.

Und das ist so wichtig, denn zum einen brauchen Kinder einfach viel weniger, als wir denken, dass sie bräuchten, aber zum anderen brauchen sie auch einfach mal Zeit für sich, Zeit für ihre Gedanken und Zeit für ihre Kreativität, damit sich ihre Phantasie frei entfalten kann.

Auch wir haben viel Programm die ganze Woche. Kindergarten, Schwimmen, Tanzen und Turnen, so haben beide schon jeweils drei Termine die Woche, dann darf sich Mia natürlich auch mal mit Freunden treffen, aber den Rest der Woche ist sie zu Hause, am Wochenende auch gerne mal bis mittags im Schlafanzug und barfuß im Garten.

Denn nur weil Kinder oft schon wie kleine Erwachsene aussehen, müssen wir sie nicht noch dazu machen mit Terminstress und Zeitdruck.

Und so habe ich in den letzten Wochen mal wieder festgestellt, dass Kinder nicht viel brauchen um zu spielen, um glücklich zu sein, um kreativ zu sein und vor allem um Kind zu sein.

Drum lassen wir sie doch einfach Kind sein und vielleicht lassen sie uns dann auch ab und zu mitkommen in ihre zauberhafte Welt.

2 Kommentare zu „​Weniger ist mehr, zwischen Instagram und Online Shopping, was macht Kinder glücklich

  1. Oh ja, solch eine große Pappkiste war bei uns auch mal wochenlang im Einsatz. Sie wurde beklebt, bemalt, als Höhle genutzt und zum Schluss als Trampolin genutzt. Kinder brauchen nicht viel. Leider ist unsere Welt mittlerweile sehr materialistisch. Ich versuche das alles zu reduzieren – Oma leider nicht..

    Liebe Grüße
    Isa

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