Allgemein · Gedanken und Geschichten

Mir doch egal, ein paar Gedanken zum Thema Erziehung.

Eigentlich wollte ich nur auf Facebook diesen Artikel teilen, indem es darum geht, dass Kinder in der Augsburger Innenstadt ein Kunstprojekt zerstören und ein ein paar Worte dazu schreiben, dann sind es doch ein paar Worte mehr geworden.

Das habe ich jetzt schon so häufig gesehen, dass Eltern einfach gleichgültig sind, was ihre Kinder und deren Verhalten in der Öffentlichkeit angeht.
Neulich traf ich mich mit einer Freundin und unseren Kindern in einem Café.

Dort in der Spielecke herrschte wildes Chaos, es lag alles auf dem Boden. Stifte, Bauklötze, Bücher, Spielsachen, Kleidungsstücke und Schuhe und daneben vier Kinder, die mit ihren Eltern am Tisch saßen und aßen. Ich ging also in die Spielecke, um mal grob wieder die Ordnung herzustellen, damit man diese wieder betreten konnnte und wurde von den Eltern, die neben mir saßen auch noch gefragt, ob ich ein Problem hätte.

Ja… ganz ehrlich ja… und wie in dem Artikel auch gesagt, kann man den Kindern keinen Vorwurf machen, denn sie sind ein Abbild ihrer Eltern, bzw. das Ergebnis ihrer Erziehung beziehungsweise der Nicht-Erziehung.
Wie kann man so mit fremdem Eigentum umgehen!?
Jeder ist froh, wenn sein Kind sich alleine beschäftigt und man mal einen Moment Ruhe hat, ob für den Kaffee, eine kurze Unterhaltung oder was auch immer, aber trotzdem bin ich die, die für ihre Kinder verantwortlich ist und auch außerhalb der eigenen vier Wände geht Erziehung weiter.

Erziehung ist anstrengend und gerade in der Öffentlichkeit werden oft Dinge und Verhalten toleriert, um „Theater“ zu vermeiden, das ist mir klar, aber ich finde es nicht richtig!

Wie kann es sein, dass ich mutwillige „Zerstörung“ in großem und kleinem Maße in Kauf nehme, nur wegen ein bisschen „Ruhe“!? Regeln sind Regeln und die gelten immer, ob zu Hause, bei Freunden, im Urlaub, immer.

Ja, vielleicht gehe ich noch weiter…denn ich habe doch keine Kinder bekommen um sie zu ignorieren. Erziehung und Vermittlung von Werten gehört doch genauso dazu, wie Essen machen, sie zu waschen und zu pflegen. Ich muss doch auch das Innere pflegen, den Charakter, das Werteempfinden.

Keiner hat gesagt, dass es immer leicht ist Kinder zu haben, aber so ist das nunmal und es ist meine Aufgabe sie auf den richtigen Weg zu bringen und zu begleiten.

Ein Kommentar zu „Mir doch egal, ein paar Gedanken zum Thema Erziehung.

  1. Ach lass doch das bißchen Unordnung. Ist doch ein Kind. Das kann man später auch noch machen… äähmmm Nein! Aus später wird noch später, bis zu: zu müde zum Aufräumen.
    Wir werden für zu streng gehalten, nur weil ich von meinem 3jährigen Sohn erwarte, dass er keine 10 Baustellen zum Spielen aufmacht und dann doch nur intensiv mir einer Sache spielt. Ich bin Mama und keine Putze. Ja ich kann und werde weiterhin erwarten dass mein Sohn zumindest mithilft. Er hat den 12 Kilo schweren Bagger ja auch ins Wohnzimmer geschleppt um ihn dann mitten im Durchgang stehen zu lassen. Aus „Ich schaffe es net“, machen wir einfach: zeig mir wie toll du aufräumen kannst und danach puzzeln wir zusammen. Das tut nicht weh und mir der Zeit kommt das Empfinden dafür von selbst. Was ist denn daran verkehrt?

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